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Wassergefühl beim Schwimmen:
Wasser berühren mit Gefühl!
Welche Rolle spielen die Hände beim Schwimmen und wie entwickeln Kinder ein Wassergefühl? Hände sind beim Schwimmen wie kleine Paddel, die das Wasser spüren, drücken und lenken.
Kinder und Schwimmanfänger müssen zunächst lernen, wie sich Wasser anfühlt. Wenn sie mit den Händen durchs Wasser gleiten, spüren sie Widerstand, Strömung und Temperatur. Diese wichtigen Sinneserfahrungen fördern das Vertrauen zum Wasser – ein wichtiger Schritt beim Schwimmenlernen.
Wie Kinder schon im Babyschwimmen spielerisch das Wassergefühl entwickeln
Lockere Finger und entspannte Hände sind beim Schwimmen von großer Bedeutung. Deshalb achten unsere Kursleitungen bereits in den Babyschwimmkursen auf diese feinen Bewegungen. Im Babyschwimmen dürfen die Jüngsten das Element Wasser mit allen Sinnen entdecken: beim Plantschen und Klatschen, im Wasserstrahl der Gießkanne, mit kleinen Schalen oder beim gemeinsamen Bewegen im Wasser mit den Eltern.
Dabei lernen sie das Wasser bewusst zu spüren, es mit den Händen wegzuschieben und erste Erfahrungen mit dem Wasserwiderstand zu sammeln.
Spielerische Übungen wie „Wasser fangen“, „einen Vulkan erzeugen“ oder „Wellen zaubern“ sind ins Kleinkinderschwimmen oder ins Schwimmen üben mit den Eltern integriert. Sie machen Spaß und fördern ganz nebenbei das Wassergefühl.
Schwimmen lernen für Kinder: Warum lockere Hände den Unterschied machen und Wassergefühl beim Schwimmen der Schlüssel ist
Unsere Kursleitungen beobachten häufig, dass Kinder versuchen sich mit viel Kraft, entweder mit den Armen oder mit den Beinen durchs Wasser zu bewegen. Doch beim Schwimmen ist Lockerheit oft wichtiger als Stärke! Sind die Hände zu steif, spritzt das Wasser – das Kind kommt aber kaum vorwärts und der Vortrieb bleibt gering.
Mit entspannten Händen und leicht gespreizten Fingern gleiten Kinder gleichmäßig durchs Wasser. Die Bewegungen fühlen sich leichter an und werden gleichzeitig effektiver.
Denn Wassergefühl beim Schwimmen ist erlernbar.
So lernen Kinder das Schwimmen leichter
Kindgerechte Bilder und Begriffe wie „federleichte Hände“, „Zauberhände“ im Wasser oder „weiche“ Verben wie greifen, drücken und schieben wecken Neugier und helfen den Kindern, Bewegungen besser zu verstehen und die Kinder hören aufmerksamer zu.
Beim Schwimmen lernen geht es nicht nur um große Bewegungen, sondern auch um eine feine Steuerung und Koordination. Die Hände helfen dabei, die Richtung zu verändern und das Wasser gezielt zu bewegen. Diese kleinen, kontrollierten Bewegungen fördern die Feinmotorik – also die Fähigkeit, Muskeln präzise einzusetzen und zu steuern.
Davon profitieren Kinder nicht nur im Wasser. Eine gut entwickelte Feinmotorik ist auch beim Schreiben, Basteln oder bei vielen Ballspielen von großer Bedeutung. So stärkt das Erlernen von Wassergefühl nicht nur die Schwimmtechnik, sondern unterstützt die gesamte motorische Entwicklung des Kindes.
Autor*in: Aqua & Soul