Aqua

Elterngespräch über's Tauchen

Letzte Woche stand ich, Mama 34 Jahre, beim Anziehen mit meinem zweijährigen Sohn, im Eingang von Aqua & Soul und hörte einer Unterhaltung zwischen anderen Eltern zu. „Wie geht es euch inzwischen mit dem Untertauchen im Wasser? Taucht deine Tochter ihr Gesicht ein?“

„Nein – und ehrlich gesagt ich auch nicht.“ „Mein Sohn ist auch noch zögerlich, das wird schon noch kommen.“ „Am Anfang war unsere Tochter sehr skeptisch, jetzt ist sie ständig unter Wasser. Das finde ich hier im Kurs so angenehm, niemand drängt uns oder die Kinder.“

„Das stimmt, die Kursleitung lässt allen wirklich Zeit und die Kinder entscheiden selbst, ob sie tauchen möchten. Das nimmt so viel Druck raus.“ „Man merkt richtig, wie das Vertrauen der Kinder zum Wasser wächst. Auch schon beim Babyschwimmen war das Tauchen kein großes Thema, da wurde viel im Wasser geblubbert und wir Eltern sind den Babys vor getaucht.“ Ich musste schmunzeln, denn dieses Gespräche kenne ich gut.

Mein Sohn ist auch noch vorsichtig. Obwohl wir als Familie gern schwimmen gehen und untertauchen, merken wir, dass er seinen eigenen Zugang zum Wasser braucht. Wir können ihn zu nichts „drängen“, nichts beschleunigen. Seine Brüder tauchen, springen und spritzen mit Begeisterung und sind ihm durchaus ein Vorbild – und trotzdem bleibt er abwartend, beobachtend, tastend.

Mein Sohn ist auch noch vorsichtig. Obwohl wir als Familie gern schwimmen gehen und untertauchen, merken wir, dass er seinen eigenen Zugang zum Wasser braucht.

Genau darin zeigt sich, wie unterschiedlich Kinder dem Thema Tauchen begegnen. Manche sind sofort neugierig und probieren alles aus. Andere schauen lange zu, sammeln Eindrücke und testen in kleinen Schritten. Und wieder andere entscheiden sich bewusst dagegen – zumindest für eine Zeit. All das ist Teil eines gesunden Lernprozesses und alle diese Wege sind genau richtig. Was ich besonders schätze: Unsere Kursleitung bei Aqua & Soul nimmt den Druck bewusst von uns Eltern, denn manchmal forcieren wir Eltern Dinge zu sehr und haben zu hohe Erwartungen an unsere Kinder. Die Kursleitung begleitet die Kinder individuell, aufmerksam und mit viel Feingefühl. Im Kurs selbst gibt es kein getaucht werden, kein Untertauchen „auf Kommando“ und kein Überreden. Die Kinder bestimmen selbst, ob, wann und wie sie tauchen möchten. Wir sind mit dem Wasser verbunden seit unsere Kinder auf der Welt sind und haben schon einige Babyschwimmkurse besucht. Wir haben festgestellt, dass das Wichtigste ist Vertrauen zum Wasser zu gewinnen, dann entwickeln die Kinder von selbst ein gutes und positives Wassergefühl, werden neugierig und Plantschen, Schwimmen und Tauchen irgendwann von selbst.

Manchmal taucht mein Sohn sein Gesicht ein oder blubbert plötzlich ganz von allein – scheinbar aus dem Nichts. Das Spielen mit dem Wasser mit Platschen und Hände unter einen Wasserstrahl strecken kommt inzwischen immer häufiger.

Echte Wasserfreude entsteht nicht durch Erwartungen oder Vergleiche, sondern dort, wo Kinder sich sicher fühlen, ernst genommen werden und Vertrauen entwickeln dürfen. Nicht dort, wo sie etwas können müssen, sondern dort, wo sie sie selbst sein dürfen.

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